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Sonntag 16. Dezember 2012; 17:00 Uhr, Stadtpfarrkirche St. Anton am Wittelsbacher Park, Imhofstraße 49, Augsburg

Weihnachtssingen

Wer sich im vorweihnachtlichen Trubel eine Auszeit nehmen wollte, um sich auf das Fest der Geburt Christi einzustimmen, war am 16. Dezember beim Weihnachtssingen in St. Anton an der richtigen Adresse.
Über 140 Mitwirkende boten unter der Leitung des Chordirektors Stefan Nerf ein wunderschönes, sehr abwechslungsreiches, einstündiges Konzerterlebnis. Vier ausdrucksstarke Chorbearbeitungen waren unter der hauseigenen Federführung entstanden.
Das Vocalensemble, der Choro d` Arte, die Chorgemeinschaft, zwei Kinder-chöre, die aus vier verschiedenen Gruppen zusammengesetzt waren, der Tenor Thomas Bertossi als Solist, Prof. Franz Hacker am Flügel sowie Rosa Bleicher und Susanna Strobel mit ihren Querflöten, verwandelten den vollbesetzten, illuminierten Kirchenraum in einen beeindruckenden, riesigen Klangkörper.

Zum besonderen Erlebnis wurde das Konzert durch die geglückte Integration der erfrischend geführten Kinderchöre. Sie bewältigten bereits ihren eigenen Liederblock auswendig, konnten schon mit dem „großen Chor“ bei „Kumba yah, my Lord“ mutig mit einstimmen und rührten die Herzen der Zuhörer durch ihre hellen Stimmen an.

Durchsichtige, fein ineinander verwobene Chorsätze mit exakter Intonation, freudige Kinderstimmen, der mystische Obertongesang von Simon Brixel, ein überzeugender Solotenor, die virtuose Klavierbegleitung durch Prof. Hacker und herrliche Flötenklänge spannten einen weiten Bogen von Praetorius über Bach bis zur Moderne.
In atemberaubender Langsamkeit wurde der genial-dissonante Chorsatz von Jan Sandström (1954) „Es ist ein Ros entsprungen“ vom Choro d`Arte darge-
boten.
Die Lust am Singen übertrug sich am Schluss auch auf das begeisterte Publikum: „Es ist ein Ros entsprungen“, von Michael Praetorius und „Tochter Zion“ von G. F. Händel wurden in vierstimmigen Sätzen gemeinsam gesungen. Das mit großer Hingabe vorbereitete Konzert konnte zu einem spirituellen Erlebnis werden.

Marlies Reiter